Die Zeit ist wie im Flug vergangen.
Die letzten vier Wochen war ich auf Grabung und auch wenn
ich zwischendurch absolut keine Lust mehr auf manche Leute hatte, so ist die
Zeit doch wirklich erstaunlich schnell rum gewesen. Wie auch letztes Jahr
schon, hat es mir sehr viel Spaß gemacht. Archäologie ist einfach genau mein
Ding.
Gegraben wurde in Bad Kösen, einem kleinen Ort in
Sachsen-Anhalt. Vor rund 15.000 Jahren, im Zeitabschnitt des Magdalénien, jagten unsere Vorfahren dort Wildpferde und
Rentiere. Die Überreste von den Tieren haben wir jetzt ausgegraben. Die Grabung
läuft schon seit 2008 und auch wenn das Feld auf den ersten Blick nicht so groß
erscheint, so gibt es doch so viele Funde, die eingemessen und dokumentiert
werden müssen.
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| Blick von der Rudelsburg auf das Feld mit dem Grabungszelt. |
Zwischendurch müssen natürlich auch immer wieder Fotos von der
Grabungsfläche gemacht werden, ebenso werden die einzelnen Quadrate auch noch
gezeichnet.
Gearbeitet wurde in der Woche dann von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr am Nachmittag. Von 12-13 Uhr gab es Mittagspause.
Gearbeitet wurde in der Woche dann von 8 Uhr morgens bis 5 Uhr am Nachmittag. Von 12-13 Uhr gab es Mittagspause.
Die Wochenenden waren immer zur freien Verfügung, unser
Dozent hat aber auch immer angeboten, mit uns irgendwohin zu fahren.
Am ersten
Wochenende ging es dann nach Weimar, in die Heimatstadt Goethes. Nach der
Besichtigung des Museums für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, sind wir noch
durch den Ilm-Park gewandert. Ein wunderbar weitläufiger Park und einfach
wunderschön. Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Am zweiten Wochenende fuhren wir nach Nebra und haben uns
dort die Arche angeguckt, wo Informationen zur Himmelsscheibe zusammengetragen
sind. Das Museum selber war aber nicht wirklich gut. Nur Repliken, was noch
nicht einmal vermerkt war, und die Informationen waren auch eher dürftig.
Nach dem Museum sind wir noch zum Aussichtsturm gewandert. Laut der Info in der Arche sollten es hin und zurück 3km sein. Pustekuchen. Eine Strecke war 3km. Wobei, ich bin mir sicher, dass es uns auch so gesagt wurde und es die anderen einfach nur falsch verstanden haben.
Nahe dem Aussichtsturm war auch die Fundstelle der Himmelsscheibe gekennzeichnet. Leider gab es dort aber auch keine weiteren Informationen und über der Fundstelle war nur eine Kuppel, durch die man nicht gucken konnte.
Nach dem Museum sind wir noch zum Aussichtsturm gewandert. Laut der Info in der Arche sollten es hin und zurück 3km sein. Pustekuchen. Eine Strecke war 3km. Wobei, ich bin mir sicher, dass es uns auch so gesagt wurde und es die anderen einfach nur falsch verstanden haben.
Nahe dem Aussichtsturm war auch die Fundstelle der Himmelsscheibe gekennzeichnet. Leider gab es dort aber auch keine weiteren Informationen und über der Fundstelle war nur eine Kuppel, durch die man nicht gucken konnte.
Später an dem Tag sind wir dann noch nach Goseck gefahren
und haben das Sonnenobservatorium besichtig. Zum Abschluss ging es dann noch
zum Weinfest nach Naumburg.
Den letzten Samstag bin ich mit einigen Leuten nach Halle
gefahren. Dort waren wir im Museum für Ur- und Frühgeschichte. War aber auch
eher so lala gewesen, was wohl aber auch daran gelegen haben mochte, dass man
nicht fotografieren durfte und an jeder Ecke war Sicherheitspersonal. Das
machte die ganze Atmosphäre ziemlich unbehaglich. Man traute sich auch nur noch
im Flüsterton miteinander zu sprechen.
Nach dem Museum machten wir uns auf Essenssuche und fanden bald schon einen Italiener. Obwohl das Restaurant ziemlich leer war, dauerte es sehr lange bis wir unser Essen bekamen und es war jetzt auch nicht das Beste, aber in Ordnung.
Nach dem Museum machten wir uns auf Essenssuche und fanden bald schon einen Italiener. Obwohl das Restaurant ziemlich leer war, dauerte es sehr lange bis wir unser Essen bekamen und es war jetzt auch nicht das Beste, aber in Ordnung.
Wieder am Ferienhaus angekommen, sind wir dann direkt rüber
zu einer Kommilitonin, die ihren Geburtstag nachfeierte. Über das von uns aus
Halle mitgebrachte Geschenk hat sie sich wahnsinnig gefreut. Es wurde gegrillt,
geredet und als dann die Musik funktionierte auch getanzt.
Ich für meinen Teil hab mich um kurz vor eins dann verabschiedet, zum einen, weil ich Partys mit viel Alkohol nicht so gerne mag und zum anderen, weil ich mich am nächsten Tag noch mit einer Freundin aus der Gegend treffen wollte.
Ich für meinen Teil hab mich um kurz vor eins dann verabschiedet, zum einen, weil ich Partys mit viel Alkohol nicht so gerne mag und zum anderen, weil ich mich am nächsten Tag noch mit einer Freundin aus der Gegend treffen wollte.
Der Sonntag war dann auch wunderbar. Erst waren wir im
Schwimmbad und später haben wir uns dann im Kino Pixels angeguckt. Ein super
Film. Wir waren fast nur am lachen.
Der Tag ging aber auch viel zu schnell vorbei.
Der Tag ging aber auch viel zu schnell vorbei.
Die letzte Woche begann dann damit, dass ich dem Schlämmteam
zugeteilt wurde. Das Schlämmen fand direkt an der Saale statt. Dabei hat man
zwei Siebe, die übereinandergestellt werden. Dort hinein wird dann der Aushub
aus der Grabung geschüttet und mit einem Schlauch abgespritzt. Nachher hängen
dann noch Steine sowie Silex und Knochen im Sieb. Die letzten beiden werden
dann rausgesucht und in separate Fundtüten verpackt. So findet man dann auch
noch teilweise wirklich kleine Reste, auch wenn es manchmal schwer ist Knochen
und eine Art Sandstein voneinander zu unterscheiden, aber mit etwas Übung ist
das auch kein Problem mehr.
Als Abschließenden Punkt möchte ich dann aber auch noch
etwas Kritik äußern, die mir persönlich sehr wichtig ist. Die ganze Grabung
läuft als ‚Lehrgrabung‘. Der Begriff sagt ganz deutlich aus, dass man auf so
einer Art Grabung lernt, wie es richtig gemacht wird. Nur leider war es in
diesem Fall so, dass wir Studenten uns alles selbst beibringen mussten
beziehungsweise ein Junge und ich, die wir schon einmal dabei waren,
Anleitungen geben mussten. Natürlich können wir nicht immer alles behalten oder
so vermitteln, dass alle verstehen, wie es dann gemacht werden muss. Unser
Dozent war leider die meiste Zeit auch nicht auf der Fläche gewesen. Als
einzigen anderen Ansprechpartner gab es dann noch unseren Vermessungstechniker,
der zwar auf seinem Gebiet alles wusste, aber sonst kein Archäologe war. Er hat
dann immer so gut es ging zu helfen. Manchmal war das dann richtig, manchmal
nicht.
Ich hätte mir also gewünscht, dass es mehr konkrete
Anleitung gegeben hätte, wenigstens die ersten Tage, nachdem der Schnitt
freigelegt wurde. Dadurch hätten manche Fehler vermieden werden können und
möglicherweise wäre man auch schneller voran gekommen und wäre dem vom Dozenten
gesteckten Ziel näher gekommen.
Wer sich jetzt gerne Bilder von der Grabung selber gewünscht hätte, so muss ich leider sagen, dass der Großteil der Grabung noch nicht publiziert wurde und frühzeitig hochgeladene Bilder möglicherweise falsch interpretiert werden und ein ganz anderes Bild ergeben, als sie eigentlich sollten. Aus diesem Grund dürfen keine Bilder der Grabungsfläche und der Funde veröffentlich werden.
Bilder aus Weimar, und vielleicht auch aus Nebra, werden in eigenen Einträgen noch folgen.

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